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1946 – 1960​

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Spielbetrieb rasch wieder aufgenommen. Die Vereinsfarben waren jetzt grün und weiß. 1946 waren es fast 120 Mitglieder. Für eine kurze Zeit wurde bis 1948 sogar eine Damenhandballabteilung ins Leben gerufen. Als 1. Vorsitzender wurde 1946 Wilhelm Häuser gewählt. Neben der 1. Mannschaft gab es eine Reserve sowie eine Jugendmannschaft. Obwohl es in dieser Vorwährungszeit wenig zu essen gab und Sportbekleidung ohne Beziehungen nicht zu bekommen war, gab es eine große Sportbegeisterung. Der Spielbetrieb war aber in dieser Nachkriegszeit noch nicht so straff organisiert wie heute. So lesen wir z. B. in einem Protokoll einer Vorstandssitzung, dass ein Spieler aufgefordert wurde, sich endlich zu entscheiden, für welchen Verein er spielen will, ob für Dorheim oder Schwalheim, nachdem er wohl abwechselnd immer in einer der beiden Mannschaften gespielt hatte und seine Kameraden bei einem Spiel gegen Nieder-Mörlen im Stich ließ. Auch in finanziellen Dingen wurde in dieser Zeit im Vorstand über jede 10 Pfennig, die ausgegeben werden sollten, diskutiert. In einem Sitzungsprotokoll ist zu lesen:

„Mitglied ………… wird beauftragt, die Torpfosten weiß zu streichen.“

Oder z. B.

„Spieler soll sich 1 Paar Hosen und 1 Paar Schuhe auf Vereinskosten besorgen, er stellt dafür 2 Paar alte Schuhe zur Verfügung!“

Schon in der Spielzeit 1946/47 konnte die Meisterschaftsrunde als Gruppensieger in der Kreisklasse B beendet werden. Damit war aber kein Aufstieg verbunden, da eine Neueinteilung der Gruppen erfolgte. Beteiligt an diesem Erfolg waren die Spieler Mucher, Petermann, Baron, Schier, Hollmann, Bornträger, Barbi, Kasprzyk, Kunz und andere. Bis zur Währungsreform im Juni 1948 stieg die Mitgliederzahl um über 40 Prozent auf 170 an. Und in den 50er-Jahren stellten sich auch wieder die ersten Erfolge in Form von Meisterschaften und Aufstiegen ein. So wurde man z. B. in der Saison 1955/56 Kreismeister in der B-Klasse Nord, gleichbedeutend mit dem Aufstieg in die A-Klasse. Im entscheidenden Spiel um die Kreismeisterschaft wurde gegen Reichelsheim mit 2:1 gewonnen. Zu der Meistermannschaft gehörten damals Spieler wie Decker, Horst Steinberg, Haubrock, Wolfgang Jehner, Herbert Baron, Horst Müller, Karl-Heinz Frey, Stadelbeck, Romuald Pollesch und Horst Malek. Trainiert wurde die Mannschaft vom Lehrer Döringer, der selbst auch schon als Spieler tätig war und dessen Ehefrau das Vereinswappen, das auf die Trikots genäht wurde, in Handarbeit stickte. Seit 1958 hatten sich auch die „Alten Herren“ zu fußballerischer Tätigkeit zusammengeschlossen.